Eine landwirtschaftliche Nutzung von Kompensationsflächen mit einer Förderung gefährdeter Tier- und Pflanzenarten des Offenlandes verbinden: Die produktionsintegrierte Kompensation (PIK) ist dabei aus Sicht des Naturschutzes sinnvoll, in der Praxis aber nach wie vor umstritten. Im fachlichen Diskurs wird häufig bezweifelt, dass PIKs tatsächlich zu einer signifikanten Verbesserung der Biodiversität führen, auch Probleme in der Praktikabilität des Instruments werden befürchtet. Um aufzuklären und ins Gespräch zu kommen, veranstaltete die Arbeitsgruppe um Prof. Dr. Matthias Pietsch am 28. März 2019 die Fachtagung „Produktionsintegrierte Kompensationsmaßnahmen“ auf den Campus der Hochschule Anhalt in Bernburg.

Begrüßt wurden die mehr als 140 erschienenen Tagungsteilnehmer von Prof. Dr. Matthias Pietsch. Mit der Eröffnung um 10 Uhr durch die Dekanin des Fachbereiches Landwirtschaft, Ökotrophologie und Landschaftsentwicklung, Professorin Dr. Elena Kashtanova., begann die Tagung. Bis zum Nachmittag wurden in einem abwechslungsreichen und praxisbezogenen Programm in acht halbstündigen Vorträgen und zwei Diskussionsforen zahlreiche Anwendungsbeispiele aus unterschiedlichen Regionen vorgestellt.
Durch das Programm führte Prof. Dr. Matthias Pietsch, der sich seit 2015 im FONA Verbundvorhaben stadt PRTHE land mit der wissenschaftlichen Bearbeitung des Themas PIK am Professor Hellriegel Institut der Hochschule Anhalt beschäftigt. Hier geht es zu den einzelnen Vorträgen im Tagungsprogramm.